Karnevalsmarathon am 27./28. Februar 2018. 

 

Am Samstag um 20.11 Uhr wurde wieder die Tür zum Saal in Wengelsdorf geöffnet und die Karnevalsgesellschaft trat unter großem Applaus ein. Angeführt wurde die Truppe vom Fahnenträger Severin, gefolgt vom Elferrat und der Prinzengarde. Durch das Programm führte wieder Florian Stahmann, der sich als Gro-Ko-Deal, nicht vom Nil, sondern aus der Spree, verkleidet hatte. Nach der amüsanten Vorrede wurde das diesjährige Prinzenpaar, durch die Garde hereingeführt. Prinzessin Hannah die Erste und Prinz Andreas der Dritte hatten auch eine kleine Ansprache vorbereitet.

 

Nun legte die Garde ihren Marsch aufs Parkett und danach folgte unser Funkenmariechen Paula Milde. Mit Spagat und Rad stahl sie den Großen die Show. Auch der Elferrat musste auf die Tanzfläche und das Tanzbein mit einer Frau seiner Wahl schwingen. Da die Schwarzen Funken des SV Wacker Wengelsdorf gern auch abteilungsübergreifend wirken, hatten auch die Mitglieder des Gesellschaftstanzes wieder einen tollen Beitrag vorbereitet. In Tütü’s wurde das Publikum verzaubert. Unsere Büttenrednerin Angela Schwarz-Mertens weihte die Gäste in ihre guten Vorsätze für 2018 ein und ließ sie an ihren Begegnungen im Fitnessstudio Teil haben. Auch wurde neckisch erwähnt, dass ja in 2017 so vieles verloren gegangen sei und dass man im neuen Jahr unbedingt besser auf sich und seine Umgebung aufpassen sollte.

 

Ab in den Wilden Westen

 

Der Showtanz der Prinzengarde mit dem Thema Charly Chaplin begeisterte das Publikum. Unsere Minis entführten uns in den Wilden Westen und waren einfach bezaubernd. Tim Bergmann und Paula Milde tanzten im Duett und ließen die Narren und Närrinnen über ihre akrobatischen Einlagen nur so staunen. Der Höhepunkt folgte jedoch als letzter Programmpunkt. Zu Klängen aus tausend und einer Nacht tanzte der Schlangenbeschwörer mit der Schlange, Aladin legte mit seiner Stehlampe ein Solo hin und der Sultan wurde vom Flaschengeist Gini geärgert. Die Bauchtänzerinnen wackelten mit den Hüften und der Saal tobte. Ein wunderschönes Programm und dieses wurde beendet vom Bärenführer mit unserem Schlachtruf: „ Und nun alle mal, Wengelsdorfer Karneval, Alaaf“. Nun war zwar das Programm zu Ende, aber jetzt ging die Karnevals-Party erst so richtig los, bis in den frühen Morgen hinein wurde getanzt, gelacht und gefeiert und vielleicht wurde auch die, vom Prinzenpaar erlassene, Kussfreiheit ausgenutzt.
 

Wer jetzt denkt, oh weh da müssen die Aktiven am nächsten Morgen erstmal ausschlafen, der liegt falsch. Sonntag Punkt 10.00 Uhr war Treffpunkt zum Aufräumen und zur Vorbereitung des Kinderkarnevals. Dieser sollte schließlich pünktlich 15.00 Uhr losgehen. Und da gab es traditionell einiges zu tun. Auch die Generalprobe für das Märchen galt es zu schaffen. Aber die Karnevalisten und ihre Küchenhelfer sind ein eingespieltes Team und so war bereits Mittag alles fertig.

 

15.00 Uhr, der Saal war voll, betratder Fahnenträger, dieses Jahr eine junge Frau, den Saal und führt das Kinderprinzenpaar, zwei Mädchen und den Elferrat, auch dieser mit elf jungen Frauen besetzt, in den Saal. Ja, alles Frauen, bei uns sind Jungen Mangelware, da muss man sich zu helfen wissen. Das Funkenmariechen begeisterte auch heute mit ihrem Tanz die Menge und die Minis von Lisa Meuche tanzten mit Ihren Stockpferden durch den Wilden Westen und ließen die Kinderaugen leuchten. Nun wurde es Zeit für ein paar Mitmachlieder und die Kinderpolonaise mit der Eisenbahn. Wie jedes Jahr wurden die schönen Kostüme mit einem Lied vorgestellt. Beim anschließenden Stuhltanz gab es für jeden einen Preis, auch für denjenigen, der keinen Stuhl abbekommen hatte.

 

Märchenzeit für die Kleinen

 

Die Pfannkuchen wurden verteilt, was hieß: jetzt ist Märchenzeit. Rund um die Bühne versammelt saßen die Kinder und warteten mit Spannung darauf, dass es nun endlich losginge. Das Männerballett hatte dieses Jahr das Märchen Hänsel und Gretel einstudiert. Mit Liedern und viel Witz wurde das Märchen vorgetragen, auch die Erwachsenen hatten wieder ihren Spaß. Zum Schluss durften die Kinder das Knusperhäuschen plündern. Hier waren gebackene Bretzeln und Kekse angebracht. Wovor sich die Kinder eigentlich immer etwas fürchten, ist unser Bettelbär, aber der gehörte genauso dazu wie alles andere. Mit lauter Glocke und an der Kette geführt vom Bärenführer betrat er den Saal. Er durfte auch ein bisschen brummen und er musste tanzen. Der krönende Abschluss eines jeden Kinderkarnevals ist jedoch unsere große alte Holzrutsche. Hier wird Schlange gestanden, um rutschen zu können. Die Küchencrew hatte die Gäste im Saal wieder rundum gut bedient und gegen 17.00 Uhr wurden die Kinder musikalisch an die Eltern übergeben. Eine rundum gelungene Veranstaltung!

 

Nun haben wir unser erstes Karnevalswochenende hinter uns, wir sind geschafft, aber glücklich. Und wir freuen uns schon auf den 17.02.2018, wenn es um 20.11 Uhr wieder heißt: „Und nun alle mal, Wengelsdorfer Karneval“ ...


Samstag, 20. Januar 2018 um 7.30 Uhr: der Himmel ist strahlend blau und es ist kalt. Doch das hält die Karnevalisten der „Schwarzen Funken“ nicht ab. Jetzt ist Karnevalszeit, ihre Zeit im Jahr!

 

 An diesem Tage stand das traditionelle Betteln auf dem Programm. Hierzu haben sie sich, in dicke Kleidung gehüllt und mit schönen bunten Kostümen verkleidet, auf dem alten Schulhof versammelt. Nun wollten Sie mit dem Bettelhänger im Dorf ihre Runde machen. Wie jedes Jahr ging die Fuhre los und machte zuerst in Kraßlau und Leina halt. Der Bärenführer und sein Bär vorneweg, wurde nun an den Türen geklingelt und um Gaben „gebettelt“. Der Bär musste da einiges erleiden, tanzen, brummen und den ein oder anderen Schnaps trinken. Zum Dank an die Spender gab es vom Bärenführer den Schlachtruf … „Und nun alle mal, Wengelsdorfer Karneval“ und die ganze Gesellschaft stimmte stets laut ein.

 

War das geschafft, ging es im Leutewagen ins Oberdorf, auch dort wurden keine Tür und kein Haus ausgelassen. Nicht jeder machte auf, vielleicht waren sie mit der Tradition hier im Dorf nicht vertraut oder sie haben ihre ganz eigenen Gründe. Doch das trübte die gute Stimmung auf keinen Fall. Mit Musik und Glockengeläut ging es weiter bis ca. um 14.00 Uhr eine Mittagspause folgte.

 

Nun kehrten alle in den Saal ein und wurden dort mit Erbsensuppe, heißen und kalten Getränken empfangen. Gut gestärkt ging es am Nachmittag im Unterdorf weiter. Am Abend versammelte sich die Gesellschaft zum gemütlichen Ausklang im Saal, hier wurden jetzt die gesammelten Naturalien zu einem leckeren Essen verarbeitet und der tolle Tag fand ein passendes Ende. Viel Spaß hatten wieder alle gehabt. Zum Gelingen eines solchen Tages bedarf es vieler fleißiger Helfer. Ob in der Vorbereitung oder in der Ausführung, ob Küchencrew, Fahrer oder Brutzler, allen gilt ein großes Danke!! Bedanken wollen wir uns jedoch auch bei den lieben Kuchenbäckern und Glühweinreichern im Dorf und bei allen die uns mit Geld- oder Naturalienspenden unterstützt haben.

 

Bis zum nächsten Jahr, wenn es dann bereits seit 70 Jahren heißt: „Und nun alle mal, Wengelsdorfer Karneval“!